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Sardinien Ostküste Teil 1

Nach der Ankunft in Olbia Golfo Aranci in der Nacht, haben wir uns einen Parkplatz gesucht und erstmal geschlafen. Am nächsten Morgen ging es dann zu unserem ersten Campingplatz an der Ostküste

Villaggio – Camping La Mandragola

Sehr zu empfehlen, wunderbar in einem Pinienwald sehr nah am Meer. Sehr unkompliziert, keine wirklich markierten Plätze, eher eine vage Beschreibung. Da wir in der Nebensaison unterwegs waren, gab es auch kein Problem mit der Platzwahl.

Erste Mopedtour

Da wir sehr früh schon auf dem Platz waren, wollten wir unbedingt noch eine erste Mopedtour machen. Ziel war ein Kulturdenkmal und unsere erste Nuraghe im Inland. Aus dem Kulturdenkmal wurde nichts, weil wir das einfach nicht gefunden haben. Grundlegendes Problem in Sardinien, oft stehen an der Durchgangsstrasse Hinweisschilder, doch dann, wenn man dem angewiesenen Weg ein Stück gefolgt ist, gibt es Wegegabelungen ABER keine Schilder mehr. Wir sind dann auf einem Höhenzug mit Schotterpiste gelandet, auf dem jede Menge Windkrafträder ihren Dienst verrichten. Aber egal, die Aussicht war es wert und unsere KTM Adventure mag solche Pisten 😉

Koordinaten zu den Bildern

Zweite Station, Pattada

Die Stadt Pattada ist bekannt für ihre Messer, sardische Hirtenmesser. Allerdings hat diese „Industrie“ in den letzten Jahren einen Niedergang erlebt, so wie auch in anderen Bereichen werden den Touristen Billigimporte aus Fernost verkauft. Wir wollten allerdings ein handgemachtes Messer von einem der letzten Handwerksbetriebe erwerben. In einem kleinen Strassencafe haben wir uns nach einem guten Handwerker erkundigt und wurden an eine private Wohnadresse auf der gegenüberliegenden Strassenseite verwiesen. Dort trafen wir die Ehefrau und versuchten ihr zu erklären, dass wir gerne ein Coltelli erwerben würden. Sie wiederum gab uns zu verstehen, dass ihr Mann uns mit dem Auto zu seiner Werkstatt geleiten würde. Wir waren nicht sicher, ob wir sie richtig verstanden hatten, jedenfalls sind wir zurück zu unserem Moped gegangen und sahen einen Pkw aus der Garage kommen, dessen Fahrer uns winkte. Wir also hinterher und tatsächlich fuhren wir zu seiner Werkstatt, die er extra für uns öffnete. Nachdem wir eine kleine Führung durch die verschiedenen Stationen der Messer-Produktion gemacht hatten, durfte ich mir ein Messer aussuchen, nicht gerade preiswert aber handgemacht, ein Unikat. Seither leistet es mir sehr gute Dienste, insbesondere bei der Brotzeit unterwegs auf den Mopedtouren.

Dritte Station, Nuraghe Loelle

Mehr durch Zufall, auf dem Rückweg, haben wir dann unsere erste Nuraghe entdeckt. Weil ich das oben schon mal erwähnt habe, hier ein Hinweis auf einen wikipedia Beitrag zu dem Thema. Vor unserem Sardinien-Urlaub haben wir auch nicht gewusst, was sich dahinter verbirgt. Es lohnt sich mit dem Thema zu beschäftigen, allerdings nur, wenn man sich generell für historische Bauten interessiert. Ansonsten sind das „alte Steinhaufen“, die alle gleich aussehen (so die Aussage einer Camping Nachbarin, die damit wohl nichts im Sinn hatte!). Im Laufe des Reiseberichts werdet ihr noch reichlich Fotos von Nuraghen, Necropolen und Brunnenheiligtümern zu sehen bekommen.

Ja Die Nuraghe Loelle gehört zu den unscheinbareren Stätten, wir sollten noch gigantischere zu sehen bekommen.

Koordinaten zu den Bildern

Korkeichen

An diesem Platz haben wir auch unsere ersten Korkeichen aus der Nähe zu Gesicht bekommen. Man sieht sie auf Sardinien überall, meist fährt man aber nur daran vorbei. Aus der Nähe wirken sie noch skurriler.

Von der Nuraghe aus, ging es dann wieder zurück zum Campingplatz.

Die Tourenkarte

Hier der Link zu Calimoto, dort könnt ihr euch die Tour genauer ansehen.

Hier unten könnt ihr euch die GPX Daten herunterladen. Die sind „gezippt“!

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