Marokko 2025/2026

An den Rand der Wüste

Der südlichste Punkt unserer diesjährigen Marokko-Reise bringt uns an den Rand der Wüste, Tan-Tan, bzw. El Ouatia. Auf dem letzten Drittel unserer Anreise von Sidi Ifni fahren wir durch eine Landschaft, die von Kakteen, kleinen Büschen, Geröll und Sand geprägt sind.

Auf der Höhe der Canaren

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Unser Campingplatz liegt am Meer, wir können das ständige anrollen der Wellen hören. Besonders in der Nacht, wenn alle anderen Geräusche wegfallen, ist das richtig laut. Schon am ersten Abend kommt ein Fischverkäufer mit seinem uralten, verrosteten Peugeot-Mofa. Auf dem Gepäckständer eine Plastikkiste, in der befindet sich der aktuelle Fang in einer Wolldecke eingeschlagen. Er hat „nur“ eine Languste dabei, die er uns gerne verkaufen würde. Wir lehnen dankend ab, hätten aber gerne für den nächsten Tag eine Dorade. Und so bekommen wir einen wunderbaren Fisch, den er uns natürlich am Platz auch filetiert. Übrigens hatten alle unsere Campingplätze am Atlantik eigens dafür hergerichtet Waschbecken, in denen die Camper oder Fischverkäufer die Meeresfrüchte säubern können.

Die Einfahrt zum Platz

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Der Ort selber ist vom Tourismus geprägt und zeigt sich so wie die meisten Orte am Meer, stark in die Jahre gekommene Uferpromenade, halb zerfallene Hotel- und Restaurant-Gebäude. Zwei drei Straßen von der Promenade weg beginnt dann das normale marokkanische Leben. Hier verbringen die Bewohner, in für uns Westeuropäer schwierig zu verstehenden Umständen ihr normales Leben. Wir besuchen den Wochenmarkt, der sich hier eine breite Straße entlang ausbreitet. Ähnlich wie schon in Sidi Ifni, interessant anzusehen. Wir kaufen in der bereits beschriebenen Manier frisches Obst und Gemüse ein.

o.W.

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Mopedtour zum Wadi Draa

Nördlich von El Ouatia mündet der Wadi Draa in den Atlantik (Wadi steht für einen Flusslauf, der nur gelegentlich Wasser führt). Die Mündung des Draa soll sehr beeindruckend sein und deshalb machen wir einen Ausflug dorthin. Die Fahrt führt uns entlang der Küste durch die Wüstenlandschaft, vorbei an einem ehemaligen Fahrerlager aus der Zeit der Rally Paris Dakkar, hin zur Mündung. Stellenweise wird die Straße von einer Art Wanderdüne überdeckt, gar nicht so einfach die mit dem Moped zu überqueren. Das Delta des Draa ist wirklich sehr beeindruckend.

Manchmal kriecht eine Wanderdüne über die Straße

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Mopedtour in die Wüste

Unsere zweite Tour führt uns nach Süden, wieder zu einem Flussdelta, dem „Dunes de Ouad Chbika“. Wie der Name schon sagt, gibt es hier am Delta große Dünen, auch sehr beeindruckend.

"Wo bleibst du denn?"

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Von hier aus fahren wir dem Wadi-Verlauf entlang in Richtung Südosten, ins Landesinnere. Der Wadi führt hier nur an manchen Stellen Wasser, oft nur als feuchter Sand erkennbar. An manchen Stellen haben sich Oasen gebildet, gut erkennbar durch plötzlich einsetzende Vegetation. Hier konnten wir dann sogar freilaufende Kamele, bzw. Dromedare beobachten. Die Strecke (von Straße können wir nur selten sprechen) führt uns knappe 50 Km durch die Wüste, hier und da sieht man Behausungen, meist Zelte. Vermutlich leben hier noch vereinzelt Berber, die sich um die Kamele und Ziegen kümmern. Eine abenteuerliche Fahrt über eine Straße, deren Asphalt nur noch an manchen Stellen zu sehen ist, der Rest ist Schotter, Sand und Steine.

Ab in die Wüste

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Und wieder sind wir von Land und Leuten stark beeindruckt.